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Freitag, 10. Oktober 2008
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Immer häufiger trifft man im Internet auf Open Source-CMS-Software.
Warum nimmt man nicht einfach diese und spart sich das Geld? Immerhin
sind Kauflösungen IMMER kostenintensiver als Open-Source-Lösungen,
oder?
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Als Nachteile von TYPO3, die z.T. mit der hohen Komplexität
des Systems verbunden sind, sind insbesondere zu erwähnen die relativ
hohen Anforderungen an die Leistungs- und Konfigurationsfähigkeit des
verwendeten Servers, die steile Lernkurve für den Administrator
(mindestens mehrere Wochen Einarbeitungszeit, u.a. zum Erlernen der
Skriptsprache TypoScript) sowie die nach Ansicht mancher Nutzer
zumindest gewöhnungbedürftige und nicht sonderlich intuitive
Nutzeroberfläche. Manchmal lassen sich auch scheinbar sehr einfache
Anforderungen nur sehr umständlich realisieren (ein Blick in die
einschlägigen Foren zeigt die Vielfalt der auftretenden Probleme).
Dies alles mag in manchen Fällen - insbesondere dort, wo möglichst
einfach zu implementierende Lösungen gefragt sind - gegen einen Einsatz
des Systems sprechen. Im Gegensatz zu kommerzieller Software gibt es
bei Typo3 wie bei GPL-basierter Software üblich auch keinen Support
durch den Hersteller/Entwickler, dafür aber durch die meist sehr
kompetente und hilfreiche Nutzergemeinde (Foren, Mailingliste).
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Der Nachteil von Typo3 und Co. ist im Wesentlichen die suggerierte
Kostenfreiheit und das damit verbundene Risiko durch Sunk Costs am Ende
viel mehr zu bezahlen als bei sorgfältiger Evaluierung. Hintergrund:
Jedes CMS benötigt Implementationsaufwand. Dabei gilt die Regel: Je
weniger das System kann umso einfach ist die Implementation innerhalb
des Leistungsumfangs. Typo3 z.B. kann eine ganze Menge,
besitzt es doch einen immensen Funktionsumfang. Zumindest theoretisch.
Allerdings mit einem ziemlichen Aufwand was in der Natur komplexer
Projekte liegt aber auch in dem ziemlich verkorksten Konzept (allen
voran Typo Skript) von Typo3 selbst. Das Problem ist nun:
Bei CMS Projekten dieser Größe ist das System an sich (Lizenzen) direkt
nur ein kleiner Teil der Kosten, ca. 20%. Aber eine ganze Menge an
indirekter/mittelbarer Kosten die später aufgrund von System-Defiziten
entstehen können. Darum prüfe, wer sich ewig bindet! Und
hier liegt das Problem: statt sauber die möglichen Systeme und ihre
Vor- und Nachteile insb. im Bezug auf den Implementationsaufwand zu
vergleichen wird erstmal eine Open-Source-CMS-Lösung verwendet - im
"Ma' gucken, vielleicht geht's damit ja billig"-Stil. - Weil es ja
nichts kostet und laut Community alles kann - Irgendwann merkt man aber
dass die viele Zeit die man reingesteckt hat ganz schön teuer ist und
dann ist es zu spät und der Karren muss irgendwie fertig werden - koste
es was es wolle. Und schwupps war das ganze eine ziemlich teuer Baustelle.
Eine andere Variante ist, dass einem Firmen bei der Erstellung in
Implementierung von Open-Source-CMS-Lösungen helfen. Diese kosten
i.d.R. meist genauso viel wie Kauflösungen inkl. Service. Warum die
Kosten bei solchen Firmen so hoch sind? Naja, die wollen auch gerne
etwas vom Kuchen abhaben und lassen sich fehlende Programmierkenntnisse
gut bezahlen.
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